Monday, 15. december 2008
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22:34
jetzt komme ich gerade nach Hause und habe SO VIELE Kommentare bekommen, das krieg ich auf die Schnelle gar nicht hin, die alle zu beantworten. Mach ich später oder morgen, versprochen.
Ich find es total toll, wie Ihr an der unseligen Geschichte Anteil nehmt, vielen DANK !!!! Da sieht man auch, dass der/die eine oder andere auch schon ähnliches oder ähnlich Schräges erlebt
hat.
Die Fortsetzung und das voraussichtliche Ende ist jetzt auch noch schnell erzählt: Heute Nachmittag fand ich mich moralisch in der Stimmung, mich mit Jens auseinander zu setzen. Gestern hatte ich
einfach keine Lust drauf, MICH HAT ES GENERVT (und ich war auch etwas verunsichert wegen der "Beschattung") und wie Kerstin ganz richtig sagte: es gibt keine Grund, sich Gespräche oder sonstwas
aufzwingen zu lassen. Sehr guter Input !!! Ich bin ja eher so, dass ich mich VERPFLICHTET fühle, mit jemandem zu sprechen, der mir was zu sagen hat.
Also gut, dachte ich, er hat sich jetzt wirklich genug bemüht mit mir Kontakt aufzunehmen, und hab ihn angerufen - auf dem Handy, die Festnetznummer hab ich ja immer noch nicht. Das Gespräch
verlief ganz vernünftig und in Ruhe. Ich hab ihm auch ganz ehrlich gesagt, dass ich gestern zuhause war, und einfach verunsichert durch seine penetranten Anrufe, und dass ich es dann sehr seltsam
fand, dass er stundenlang vor meinem Haus hockt.
Er sagte, ich solle das bitte nicht missverstehen, er sei nicht penetrant, und wenn ich nicht wollte, dann würde er das akzeptieren und mich in Ruhe lassen. Und es täte ihm schrecklich leid, wenn
er mir Angst eingejagt hätte, das sei nun das letzte was er wolle, er habe einfach gedacht er wartet jetzt mal auf mich. Es sei ihm nur gestern unglaublich wichtig gewesen, die Sache zu klären, und
er hätte ein schlechtes Gewissen gehabt, weil ich mich mit dem Kuß so überfallen hat, und wollte das gerade rücken. Was soll ich sagen, das klang glaubwürdigt. Ich glaube jetzt nicht, dass er der
totale Psycho ist und mich ab jetzt verfolgt.
Er sagte, er könne nur nicht verstehen, warum unser Verhältnis auf einmal so arg abgekühlt sei, wo es doch gerade nach MEHR ausgesehen hätte. Da mußte ich dann diplomatisch sein. Ich habe mir
nämlich überlegt, dass es nicht an MIR ist, darüber zu URTEILEN, wie sich das mit seiner Britney-Vorliebe verhält. Das ist doch absolut SEIN Ding, und er kann das machen ohne sich rechtfertigen zu
müssen. Lediglich scheidet er deshalb als Partner für mich aus, aber WERTEN darf ich das doch nicht. Er tut niemandem etwas Böses damit, auch nicht mir. Wenn es mir nicht gefällt, muss ich Abstand
nehmen, aber er soll es behalten dürfen !
Ich habe ihm also gesagt, dass es Dinge gibt, in denen wir zu unterschiedlich denken, zum Beispiel seine Lebenssituation mit seiner Exfrau und seine Idolverehrung, und dass ich da so grundsätzlich
anders drüber denke, dass ich mir halt nicht vorstellen kann, dass wir da zusammenpassen. Er wollte das Diskutieren anfangen, aber ich hab gesagt: "Jens, so ist es nun einmal, wir haben uns
kennengelernt, ich mag Dich, aber bei mir ist da definitiv nicht MEHR, und es WIRD auch nicht MEHR, bitte akzeptiere das". Das ist hart. Ich weiß wie hart es ist, sowas gesagt zu
bekommen. Es ist auch ganz arg schwierig, darauf NICHTS zu sagen und NICHT zu diskutieren.
Ging aber irgendwie. Wir haben ausgemacht, dass wir uns jetzt nicht mehr verabreden, aber doch in lockerem Kontakt bleiben können. Da wir uns eh auf einem Silvesterlauf treffen werden, habe ich ihn
gebeten, mich bis dahin einfach nicht anzurufen, und ob er diesen Wunsch respektieren könne. Immerhin ist zwischen uns ja nichts passiert und wir kennen uns auch nicht gut genug, als dass diese
Freunde-bleiben-Nummer nicht doch funktionieren könnte. Ich habe genügend lose Laufbekanntschaften, männliche und weibliche, die man halt hin und wieder trifft und es ist dann nett. Ich denke, das
kann mit Jens auch noch so werden, wenn ein bißchen Zeit vergeht.
Wir sind dann ganz freundschaftlich so verblieben und er hat gemeint das sei sehr schade, aber er sei Realist genug ((das klang in dem ganzen Kontext dann etwas seltsam)) um das zu akzeptieren, und
falls ich es mir doch noch anders überlege, solle ich mich einfach melden. Das war eigentlich ein nettes Friedensangebot.
Also meine Prognose ist, dass es auch genau so laufen wird. Ich rechne nicht mit irgendwas Blödem von seiner Seite und ich vertraue ihm soweit.
--- so. Die nächste Baustelle wartet auch schon: das Weihnachtsthema mit wo-feire-ich. Das erzähle ich Euch morgen, muss mir erst noch ein paar Gedanken dazu machen. Außerdem muss ich da weiter
ausholen und ein paar Zusammenhänge meiner Familie aufdecken. Die ist nämlich auch nicht so wirklich konventionell... bis Morgen, gute Nacht !!